Donnerstag, 21. Oktober 2010

Florida Keys

160 Miles, 15. Oktober
Nach einer Woche in der subtropischen Onlinediaspora mal wieder ein paar Tournotizen. Von Miami aus sind wir die Florida Keys hinunter gefahren. Wetter schön, Brücken lang, Inseln schmal. Wegen dem 75. Nationalparkjubiläum im Jahr 2010 sind im Jahr 2010 die meisten State Parks unter Renovierung. Das Jubiläum kam dann wohl doch etwas überraschend. Wir fanden dann doch noch auf dem Bahia Honda NP noch eine Campingecke, die ganz nett war und einen wundervollen Strand wie aus dem TUI- Katalog bieten konnte.
Diese Palme war schon vorher schief
Auf den Brücken fahren Autos. Ungefähr jedes fünfte gehört einem Sheriff. Bis dato die höchste Polizeiautodichte, die ich bisher auf freier Strecke gesehen habe.

 Für 3 Dollar aus dem Walmart: der Toastaufsatz für den Campinggrill
 Toller Vogel diekt hinter dem Zelt
 Die neue Kamera macht sich auch im Wasser recht gut

 Fast ausgestorben: der Key Deer. Angeblich wird er nur 80 cm hoch, dieser schafft fast den Meter
 Key West ist der südlichste Punkt Kontinentalusas. Danach kommt Kuba.
Dieses Bild ist nicht wegen dem Eingang zum Haus von E. Hemingway bemerkenswert. Wesentlich interessanter ist die Frau davor. Sie hält zwei Eis in der Hand, Geschmacksrichtung Pistazie und Cocktailkirsche. Für 10 Dollar bis dahin das teurste Eis unserer gemeinsamen Urlaubsgeschichte.

Freitag, 15. Oktober 2010

san francisco -> miami

3050 Meilen, 14. Oktober
Heute morgen aus dem Hotelzimmer geschlüpft, Tobis Kamera eingesteckt und weg... war es bis jetzt recht warm, so ist es jetzt echt heiß. Welcome to Miami!

San Francisco

310 Meilen, 10. Oktober
San Francisco ist toll. Mit dem Mietauto macht es am meisten Spaß. Die Strassen rauf und runter und nie wissen, was einen an der nächsten Kreuzung erwartet. Platten- und CD- Läden, groß wie Lagerhallen. Obwohl auch hier der Virgin Store geschlossen vor sich hingammelt. Das Wetter einmalig für die Jahreszeit, die Golden Gate immer gut zu sehen. Die Kneipen nett, an jeder Ecke riecht es nach Weed. Bands, die sich deutsche Namen geben ("Schande"), aber nur bedingt so klingen. Vor den Schnapsläden nachts Szenen wie im Hip- Hop Video. Yo, man! Die Burritos gigantisch groß. Der Dollarkurs geht wieder auf die 1:1,50 zu. Das lässt sich unbeschwert einkaufen! Die SF- Giants haben einen wichtigen Sieg in der langweiligsten Sportart der Welt gelandet: die Stadt freut sich, die Cabelcars werden orange- weiß geschmückt und der Bremser singt. Ich verstehe, warum die Sternenflotte hier ihr Hauptquartier in 200 Jahren errichten wird. Gute Wahl.








Dummerweise sind meine beiden sehr günstigen Digitalkameras hier gleichzeitig kaputtgegangen. Die Bilder da oben sind von Tobi, den wir zusammen mit Janina in SF wieder getroffen haben.

Obenstehend das letzte Foto, dass unsere alte Samsung noch gemacht hat. Dann wollte das Objektiv nicht mehr einfahren. Auch ich hab manchmal Rückenschmerzen. Aber deswegen gleich aufgeben?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Big Sur

210 Meilen, 6. Oktober
Eigentlich war der Plan weiter Richtung Osten zu fahren, Richtung Monolake und Yosemite. Doch der Blick in die Wettervorhersage ließ uns keine Wahl. Statt Schnee dann doch lieber Strand und Küste. Und das war ein guter Entschluß: eine der schönsten Küsten, die ich bisher gesehen habe, erwartete uns bei strahlenden Sonnenschein. Schade, dass der Pazifik zu kalt zum Baden ist. Ein paar schöne Strände hat es da schon.
Und dann ist da noch dieser unheimlich Kelp. Im flachen Buchtwasser wachsen ganze Wälder dieser Alienpflanze. Und werden dann an den Strand gespült.
Der gemeine Seelöwe kuschelt aber ganz gerne auf dem Kelp. Das Tier richt auch noch strenger als die Pflanze.
Dieses Tier hasst es, nicht im Mittelpunkt zu stehen. Um von den Seehunden abzulenken ist es für jeden Blödsinn zu haben.
Die Einheimischen hatten verlängertes Wochenende: Montag war Columbusday. Ein total ausgebuchter Campingplatz. Wir konnten nur von Tag zu Tag buchen und mussten darauf hoffen, dass irgendwer nicht kommt. Es kamen nie alle. Und so durften wir in von Lagerfeuern verqualmten Wald unseren Nachbarn beim Familienfest beiwohnen. Zum US- amerikanischen Campingritual ist ein den ganzen Tag durchbrennendes Holzfeuer unverzichtbar (auch bei 25 Grad nach dem Frühstück!)

Dann einen Tag nah Monterey gefahren. Seid Tagen blinken die Warnlampen im Rentalcar. Ölwechsel schon seit ca. 700 Meilen fällig. Und die Reifen waren sowas von abgefahren. Damit waren wir vor ein paar Tagen noch bei Neuschnee auf 2500 Meter Höhe unterwegs...



   Ich hab alles versucht mit der 80$ Kamera vom Radio Shack, um die delphine da unten vernünftig zu fotographieren...

 John Steinbecks Haus in Monterey

 und eine straße weiter: historisch großer grill in der spanischen mission von monterey






Mittwoch, 6. Oktober 2010

Davis

150 Miles, 5. Oktober.
Heute gemütlich den Sacramento River entlang gedrödelt Richtung Davis, wo wir abends unseren Gastgeber Luc noch zum Biertrinken nötigen durften. Habe in seiner Wohnung endlich mal so einen Müllzerkleinerer in der Spüle gesehen. Ein äußerst praktisches Werkzeug, wenn es um die Vernichtung von kleinen Monstern geht (Gremlins, Eichhörnchen etc.).

Der Sacramento River ist ein eher langweiliger Fluß, der nur selten sichtbar durch ein wirklich große Ebene fließt. Kommt man dem Wasser zu nahe, stürzen sich die Moskitos unbamherzig auf den Wanderer. Drumherum endlose Plantagen. Zu meinen Erstaunen ein Bewuchs wie in Griechenland: unzählige Olivenbäume, wilder Wein und Feigen.
Bereits fünfmal gestochen, kurz vor Flucht ins Auto
Villa des Standgründers von Chico, ältestes Haus weitundbreit (1861).
 Dinge, über die ich mich freuen würde, wenn sie endlich nach Europa kommen: der Kaffeedrivethru
A bear to remember: Herr Hü(!)bsch aus Davis liegt mit seinem Sudwerk Pils (hier in der Lagerversion) ganz weit vorne

Montag, 4. Oktober 2010

Lassen-Volcanic-Nationalpark

320 Miles, 3. Oktober

Und jetzt ein kleiner Schlencker durch den Norden Kaliforniens. Von Eureka den Trinidy River entlang bis Redding durch wunderbare, nicht endenwollende Gebirge. Vorbei an Ruinen von Goldgräberstädten - zum Anhalten war es dann aber leider schon zu spät. Abends endlich mal wieder Internet - die Iren total Pleite, der FC Bayern am Arsch und der Bundespräsident hält eine schöne Rede. Und dann die aktuellen Terrorwarnungen - diese Meldung schafft es dann doch auch in die USA Today am Frühstückstisch. Etwas widersprüchlich: wir sollen nicht nach Europa reisen, aber diesen Hinweis ausdrücklich nicht als Reisewarnung verstehen. Aber bis zum Rückflug ist ja sowieso noch viel Zeit (-;
Heute stand dann der Lassen Vulkan auf dem Programm. 50 Meilen die Straße rauf auf 2600 Meter. Ursprünglich hatten wir ja den Plan, dort oben zu campieren. Als der Daueregen sich dann in Schneegestöber wandelte, waren wir doch froh, dass wir von der Zeltidee frühzeitig Abschied genommen haben. Nach einer kleinen Wanderung an schön stinkende Schwefellöcher waren wir es dann doch schön, den Schneematsch hinter uns zulassen und wieder zurück ins Sacramento Valley zu fahren.